Der Ring der Elemente

In diesem Beitrag dreht es sich um das Buch "Der Ring der Elemente".

Ich habe das Buch in einer dieser Grabbelkiste entdeckt und da mich der Klappentext doch recht angesprochen hat, habe ich es für lediglich 3€ mitgenommen.

Das Buch wurde von Alexander Lohmann (offiziele HP) geschrieben.Es ist das erste Buch das ich von ihm gelesen habe.


Zusammenfassung der Geschichte:

Cidos ist ein junger und noch nicht so erfahrener Magier aus der Stadt Tarsus. Er bekommt gerade seinen ersten großen Auftrag als in der Stadt völliges Chaos ausbricht. Ein Vulkan bricht aus und ein uralter Dämon droht die Insel auf der sie leben zu vernichten.

Cidos gelinkt es mit Hilfe von Theimenes (den Oberhaupt der Magier der Stadt) mit einer Gruppe von Schmugglern zu flüchten. Einer dieser Schmuggler ist Cidos Freund aus Kindheitstagen, Helger.
Bald schon muss die Gruppe erfahren, dass das Unglück welches der Stadt widerfahren und ihre Reise quer durch die Welt von Theimenes bis ins kleinste Detail geplant ist um sein großes Ziel zu erreichen.

Alle wissen, dass das was Theimenes vor hat kein gutes Ende nehmen wird, doch genauso wissen sie, dass er ihre einzige Chance ist zu ihren alten Leben zurückzukehren. Also folgen sie ihn auf eine Reise voller Gefahren und die für einige von ihnen wohl die letzte sein wird.

Die Welt:

Die Welt in der die Geschichte lebt ist, im Gegensatz zu vielen anderen Büchern, sehr groß. Es existieren die verschiedensten Landschaften und sehr viel Zeit wird auch auf dem Wasser verbracht. Die Kulturen der Menschen die auf der Welt leben sind sehr unterschiedlich und von allen ist etwas dabei. 

In diesem Buch gibt es nicht nur Magier, sondern auch viele andere magische Kreaturen wie Meermenschen oder sogar den Teufel Ah-Thot. Eine Besondere Rolle spielen die Dämonen die die sogenannten Siegelsteine der Elemente bewachen. 

Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Auswirkung der Steine auf die jeweilige Umgebung. So ist zum Beispiel mitten in der Wüste eine riesige Oase. 

Personen und Gruppen:


Cidos:

Cidos ist ein junger Zauberer der gerade seinen Ausbildung vollendet hat und am Anfang des Buches seinen ersten richtigen Auftrag an Bord eines Schiffes bekommen hat. Seine Eltern sind bereits im Kindesalter gestorben und er hat sich mit seinem Kindheitsfreund Helger durch die Gassen von Tarsus geschlagen. Eines Tages wurde bei ihm magisches Talent festgestellt. Dieses Talent scheint so groß zu sein, dass er vom Erzmagier der Theokratie einen ganz speziellen Beinamen bekommen hat. Eltairion. Dieser Name ist eine Anlehnung an den Gott der Theokratie, Eltar.
Man merkt, dass Cidos stolz auf diesen Beinamen ist und er sich, so wie viele andere auch, als einen Auserwählten sieht, der für ganz große Aufgaben geschaffen wurde. Wenn man das Buch aber weiter ließt, verfliegt dieser Eindruck schnell. Er selber hält sich für einen großen Zauberer und er hat auch große magische Kräfte und lernt schnell neue Tricks. Dennoch wirkt er oft genug verunsichert und als ein kleines Weichei. Ziemlich oft weiß er nicht mehr weiter und verzweifelt an seinen Aufgaben und die Last die er trägt.

Theimenes:

Theimenes ist der Erzmagier der Theokratie, er ist also das Oberhaupt der Magier und auch er war es, der Cidos seinen Beinamen verliehen hat. Theimenes ist die Person, die alles in der Geschichte geplant hat um sein eigenes  Ziel zu erreichen. Während der Geschichte erfährt man, dass er alles schon sehr weit in voraus geplant (zum Beispiel mit der Ernennung von Cidos) hat und dies auch sehr im Detail. Dabei lässt er es nicht zu, dass irgendwer seinen Plan stört. Falls es doch irgendwie passiert, scheint er selbst das eingeplant zu haben. Der Erzmagier ist eine sehr kaltherzige Person. Für sein Ziel bringt er gerne Opfer, solange die Opfer ihn nicht selber betreffen. Außerdem ist er der klare Anführer der Gruppe denn nur er kennt seinen Plan.
Man kann ihn als sehr hinterhältig bezeichnen, er verrät  nie mehr als er muss und dass was er verrät ist zwar richtig, es enthält aber immer genügend Hintertürchen offen. Eigentlich ist er eine sehr interessante Person mit einer ebenso interessanten Persönlichkeit. Leider verliert sich das in den immer gleichen Handlungen. Dies ist meiner Meinung nach sehr schade, da ich denke, dass in dieser Person viel mehr Potenzial gewesen wäre.

Helger:

Helger ist der Kindheitsfreund von Cidos. Diese beiden haben sich zusammen durch ihre Kindheit geschlagen bis Cidos von den Magiern aufgenommen wurde. Danach war Helger erst auf sich alleine gestellt und er hat sich mit Kartentricks und kleinen Gaunereien über Wasser gehalten. Dann trat er in die Bande von Horgan ein und wurde Schmuggler.
Diese Person fande ich sogar recht gelungen. Helger ist mutig und opfert sich für seine Freunde auf. Er steckt ab und zu einiges ein um seinen Freunden zu helfen. Auch ist er eine Person, die von Anfang an etwas gegen Theimenes und seinen Machenschaften hat. Er ist auch oft das arme Schwein was am meisten unter seinen "Plänen" zu leiden hat. In Gegensatz zu den anderen Personen ist er sehr Facettenreich. Er ist eine kluge sogleich aber auch sportliche und mutige Figur. So beschafft er ein wenig Geld indem er Personen austrickst, belauscht, als Bettler verkleidet, Personen oder organisiert durch einige Fallen (auch wenn diese nicht ganz ausgereift sind) ein neues Boot.
Im Gegensatz zu Cidos merkt man bei ihm, dass er wirklich von dem Erzmagier weg will er aber trotzdem seinen Freund beisteht.

Die Handlung:

Am Anfang des Buches erhält Cidos einen Auftrag. Er ist gerade mit seiner Ausbildung fertig und wird auf einen Schiff der Theokratie eingesetzt. Mit Hilfe der Besatzung soll er Jagd auf eine Schmuggler-Truppe machen. Es handelt sich aber nicht um irgendeine Schmuggler-Gruppe sondern genau um der, in der sein alter Freund Helger ist. Cidos will sich weigern diesen Auftrag auszuführen und begibt sich zum Gouverneur der Insel. Bei ihm angelangt will er ihn aber nicht den Auftrag abnehmen und es entbrennt ein Streit. In unkontrollierbarer Wut, weil Cidos glaubt der Gouverneur zeigt nicht genügend Respekt gegenüber eines Magiers, bringt Cidos ihn um. Als ihm dann klar wurde in welcher Lage er sich jetzt befindet bricht ein riesen Unwetter aus welches die gesamte Insel verdunkelt. Er erkennt seine Chance in dem Chaos, das jetzt in der Stadt entsteht, abhauen zu können.
Er versucht zum Hafen zu kommen. Auf diesen Weg erfährt man, dass wohl ein alter Dämon namens Aspagos für das Unwetter verantwortlich ist und dass das Feuer am Horizont zeigt, dass er irgendwie aus seinem Gefängnis entkommen ist. Auf der Flucht zum Hafen findet er zufällig Helger. Beide wissen, dass sie zu einem Schiff müssen damit sie entkommen können und so nimmt Helger Cidos mit zu dem seiner Bande. Dieses wurde schon in Sicherheit gebracht und am Schiff angekommen ist auch Theimenes an Board. Da keine Zeit für Fragen ist, legen sie ab und so beginnt die Reise quer durch die Welt.
Auf der Fahrt erfährt man unter anderem, dass Theimenes den Dämon befreit hat und Unglück über die Stadt gebracht hat. Außerdem habe auch er das treffen der beiden geplant und so für diese Gruppe gesorgt. Desweiteren erfährt man, dass er auf der Suche nach den Siegeln der Elemente sucht um damit noch mehr Macht zu bekommen. Und so führt sie die Suche nach diesen Siegeln zu allen möglichen Gefahren und einige bleiben dabei auf der Strecke.
Die Geschichte ist im Allgemeinen nicht langweilig. Sie ist sogar sehr interessant aber leider sind es die Handlungen und das immer gleiche Schema die diese Geschichte recht ermüdend machen. Es scheint fast so, dass man pro Siegel immer den selben Ablauf als Vorlage hatte und nur den Ort und den Gegner ja nach dem Element angepasst hat.

Mein Fazit:

Da das Buch nicht wirklich teuer war, waren meine Erwartungen auch nicht allzu hoch angesetzt. Enttäuscht war ich trotzdem vom Buch. Es beginnt zwar schon mit sehr viel Action und es passiert eigentlich auch immer etwas "spannendes", doch gleichzeitig plätschert die Geschichte vor sich hin.

Alle Ereignisse geschehen in den selben Rythmus:

  • Theimenes hat einen Plan
  • Die anderen folgen ihm ein letztes mal (ja dieses mal ist es ganz sicher das letzte mal)
  • Irgendwas passiert nicht so wie es sollte 
  • Jetzt wird einfach einer aus der Gruppe geopfert 
  • Alle sind sauer auf Theimenes 
  • Und es geht weiter.
Natürlich ist das ein wenig drastisch dargestellt, aber so ein Gefühl entwickelte sich beim lesen.

Der Schreibstiel war bei weiten nicht so fesselnd wie ich es bei anderen Büchern hatte. Klar hatte das Buch auch seine Höhepunkte wie zum Beispiel der Kampf gegen die Rote Hand aber vielleicht gerade weil es immer direkt von einen ins andere ging konnte sich bei mir kein so richtiger Spannungsbogen bilden sondern nur immer wieder kehrende Geschehnisse.

Das Ende war meiner Meinung nach dann auch noch ein wenig einfallslos. Der Weg durch die Hölle, und dann die Endszenen bei Bortan haben ein wenig den Eindruck gemacht, dass Buch muss jetzt auf den letzten Seiten schnell zu Ende sein und deswegen müssen eben ganz schnelle und kurze Handlungen her.

Der Epilog war dann nochmal ein versöhnliches Ende mit Helger.
Abschließen möchte ich wieder mit meiner Benotung:

Gesamt: 4
Handlung: 3
Personen: 3
Spannung / Fesselnd: 5
Schreibstil: 4

Es ist ein Buch, das man wohl lesen kann wenn man sonst gerade nichts anderes hat. Meiner Meinung nach aber nicht empfehlenswert.

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